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Neues Nahwärmenetz sorgt für Klimaschutz

Energiezentrale in der Friedrich-Ebert-Schule versorgt erste Liegenschaft

Der nächste große Schritt für die klimaschonende Nahwärme in Langenhagen geht von der Friedrich-Ebert-Schule aus. Nach Einbau eines effizienten Blockheizkraftwerks im Sommer 2020 ist nun das Nahwärme-Netz „Hindenburgstraße“ in Betrieb; erste Kunden in der Kurt-Schumacher-Allee beziehen seit November Nahwärme von EPL. Im kommenden Jahr folgt der Anschluss der St. Paulus Kirchengemeinde.

Bei dem neuen Nahwärme-Netz setzt EPL ein Konzept um, das auch schon im Umfeld der Leibniz-IGS funktioniert: Zuerst hat der Energiedienstleister die Wärmeversorgung für die Schule übernommen. Mit dem Einbau eines Blockheizkraftwerks (BHKW) wird die Wärmeerzeugung des Schulgebäudes effizienter und zugleich ist die Anlage das zukünftige Herz für das neue Nahwärme-Netz. Bei Blockheizkraftwerken entstehen Wärme und Strom gleichzeitig – hierdurch wird die Energie des Brennstoffes besonders gut genutzt. Schrittweise baut EPL ein unterirdisches Wärmenetz, mit dem die Heizenergie direkt zu den Kunden in den umliegenden Straßen geliefert wird. Entsprechend des Ausbaustadiums des Netzes können immer mehr Kunden angeschlossen werden und so von der klimaschonenden Wärmeversorgung profitieren.

EPL sorgt in Langenhagen für Klimaschutz

„Gerade beim Bestandsgebäuden ermöglicht die klimaschonende Nahwärme-Versorgung mit unseren effizienten Blockheizkraftwerken hohe CO2-Einsparungen“, berichtet EPL-Geschäftsführer Dr. Manfred Schüle. Daher habe die kommunale Energie-Projektgesellschaft Langenhagen (EPL) seit einigen Jahren hier einen besonderen Fokus. „Hier werden mit nur einer Maßnahme dauerhaft große Mengen CO2 eingespart“, sagt Schüle. Dies führe dazu, dass die Nahwärmeversorgung durch EPL in den nun acht Netzgebieten die wirkungsvollste Klimaschutzmaßnahme in Langenhagen ist.

„Die Umsetzung ist immer sehr individuell und berücksichtigt die Erfordernisse bei den Kunden“ erläutert Schüle. So schließt EPL in der Kurt-Schumacher-Straße im kommenden Jahr schon mehrere Gebäude eines Wohnungsunternehmens an – die Nahwärmeversorgung wird aber erst in den Folgejahren aufgenommen, wenn die Häuser modernisiert sind. Die Inbetriebnahme der Wärmeversorgung bei der St. Paulus Kirchengemeinde startet dagegen noch im Frühsommer 2021. 

Grundsätzlich plane EPL die Energiezentrale und das Netz so, dass über mehrere Jahre neue Kunden angeschlossen werden können und das Nahwärme-Netz von Jahr zu Jahr wachse. Das neue Nahwärmenetz „Hindenburgstraße“ hat in der ersten Ausbaustufe eine Länge von rund 600 Metern. „Die Anschlussleistung des ersten Hauses beträgt knapp 300 Kilowatt. „Für die Jahre 2021 und 2022 planen wir zusätzliche Anschlussleistungen von jeweils 500 Kilowatt“, blickt Schüle voraus. Das schrittweise Erweitern der Wärmeversorgung ermögliche einen kosteneffizienten Ausbau der Nahwärme in Langenhagen.

Foto: Schlosser67 (CC BY SA 2.0)