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Klimaschutz: St.-Paulus-Gemeinde setzt auf Nahwärme

Statt mit Erdgas heizt die St.-Paulus-Gemeinde in Langenhagen jetzt mit Nahwärme. Damit wird das Ziel verfolgt, die Gemeinde möglichst ökologisch und nachhaltig aufzustellen. EPL liefert klimaschonende Nahwärme für die Kirche, das Pfarrhaus und die Kita. Auch für warmes Wasser sorgt der neue Nahwärme-Anschluss. Das Nahwärme-Netz mit der Energiezentrale in der Friedrich-Ebert-Schule ist von EPL so konzipiert, dass Schritt für Schritt weitere Kunden angeschlossen werden können. Bereits in konkreter Planung ist, mehrere Mehrfamilienhäuser zu versorgen. Durch die in Langenhagen bevorstehende Umstellung von L-Gas auf H-Gas erwartet EPL zusätzliche Nachfragen zum Anschluss an die derzeit acht Nahwärme-Netze in Langenhagen.

Wie geplant nimmt die Energie-Projektgesellschaft Langenhagen (EPL) die Wärmeversorgung der drei Gebäude der St.-Paulus-Gemeinde vor der Heizperiode 2021 auf. „Klimaschutz und Nachhaltigkeit waren für uns bei Entscheidung für die Wärmeversorgung sehr wichtige Aspekte“, erklärt Eberhard Engel-Ruhnke, Vorsitzender des Kirchenvorstands. Die Gemeinde habe dabei den Leitgedanken der Wahrung der Schöpfung im Blick gehabt. Durch die Zusammenarbeit mit EPL sei eine klimaschonende und zugleich preiswerte Wärmeversorgung möglich. „Wir gehen davon aus, dass wir trotz der ökologisch besseren Lösung keine höheren Kosten als bislang haben werden“, sagt Engel-Ruhnke.

Für den Anschluss der Kirchengemeinde hat EPL das seit letztem Jahr bestehende Nahwärme-Netz „Hindenburgstraße“ um rund gut 100 Meter erweitert. Außerdem baute der kommunale Energieversorger zwei neue Hausanschlüsse. Um die Technik muss sich die Kirchengemeinde in Zukunft nicht mehr kümmern: So entfallen die Wartungskosten für die alte Gasanlage, die nach Auffassung des Kirchenvorstandes mittelfristig hätte ohnehin erneuert werden müssen. Für die Kita war die Erneuerung der Heizungsanlage dringend geboten, da die alte Anlage nach dem Anbau der Kinderkrippe unterdimensioniert und im Winter ausgefallen war. Bis zur jetzt erfolgten Aufnahme der Nahwärmeversorgung half eine kurzfristige Reparaturüberbrückung. „Eine unserer Stärken ist, in bereits bestehenden Gebäuden eine optimale und klimaschonende Wärmeversorgung zu realisieren“, hebt Dr. Manfred Schüle hervor. Der EPL-Geschäftsführer weiter: „Hier muss die Planung sehr kundenindividuell erfolgen – so sind die Übergabestationen und Wärmespeicher genau in die bereits vorhandenen Heizungsräume einzupassen.“ Auch stellt EPL für Kunden Ersatz-Wärmeerzeuger bereit, wenn die alten Heizungsanlagen bis zum Netzanschluss nicht mehr durchhalten.

Für Schüle ist die Netzerweiterung mit dem Anschluss der St.-Paulus-Gemeinde ein Musterbeispiel. „Egal ob städtische Einrichtung, Wohnungseigentümergemeinschaft, Unternehmen oder eine Kirchengemeinde: Mit dem Gesamtpaket aus klimaschonender Energieversorgung, individueller Planung und angemessenen Preisen haben wir ein attraktives Angebot in Langenhagen“, hebt er hervor. Durch die vielfältigen gesetzlichen Vorgaben zu Effizienz und der Nutzung von regenerativer Energie im Gebäudesektor sei die Komplexität für die Gebäudeverantwortlichen stark gestiegen. „Und die dieses Jahr neu eingeführte CO2-Abgabe, die bis 2025 sich von 25 auf 50 Euro pro Tonne CO2 verdoppeln wird, lasse aktuell Viele fragen: Wie sieht eine zukunftssichere und bezahlbare Wärmeversorgung meiner Immobilie aus?

Effizienter Klimaschutz zum Nachrüsten

„Gerade bei Bestandsgebäuden ermöglicht die klimaschonende Nahwärme-Versorgung mit unseren effizienten Blockheizkraftwerken und durch den Einsatz von regenerativem Biomethan hohe CO2-Einsparungen“, betont der EPL-Geschäftsführer Daher habe EPL seit einigen Jahren auf Bestandsgebäude einen besonderen Fokus. „Hier ließen sich viel schneller Erfolge beim Klimaschutz erzielen, als wenn jeder Immobilienbesitzer eine individuelle technische Lösung realisieren müsste.“

EPL setzt konsequent auf regenerative Energieträger für die Wärmeversorgung und Stromproduktion. Daher ist der Anteil an regenerativer Energie bei EPL deutlich höher als im Bundesdurchschnitt. Während in Deutschland im vergangenen Jahr die erneuerbaren Energien zu 15 Prozent zur Wärmeversorgung beitrugen, liegt dieser Wert bei EPL durch den Einsatz regenerativen Biomethans bei knapp 40 Prozent. Dies führe dazu, dass die Nahwärmeversorgung durch EPL in den nun acht Nahwärme-Netzgebieten die wirkungsvollste Klimaschutzmaßnahme in Langenhagen ist. „Überall, wo bereits ein EPL-Nahwärmenetz vorhanden ist, lässt sich die Wärmeversorgung besonders einfach und wirtschaftlich auf die klimaschonende Nahwärme umstellen“, hebt der EPL-Chef hervor. Im Rahmen von einem Netzverdichtung-Programm spreche EPL gezielt Immobilienbesitzer an, freue sich aber auch über Anfragen.