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Klimaschutz kommt voran: EPL erweitert Nahwärme-Netz Rathenaustraße

Energiezentrale in der Leibniz-IGS für neue Kunden vorbereitet

Abschied vom Erdgaskessel: In der kommenden Heizsaison versorgt die Energiezentrale in der Leibniz-IGS weitere Kunden mit klimaschonender Nahwärme. Ende Oktober nahm EPL den Anschluss einer Liegenschaft „Im hohen Felde“ in Betrieb. Es ist die dritte Netzerweiterung innerhalb weniger Monate. Die Nahwärme-Versorgung von EPL erweist sich damit als ein kontinuierlicher Motor für den Klimaschutz in Langenhagen.

Gerade im Gebäudebestand führt der Umstieg von Heizöl oder Erdgas auf Nahwärme zu einem schnellen Fortschritt beim Klimaschutz. Denn andere Maßnahmen sind für die Eigentümer meist technisch sowie finanziell aufwendig. Und sie führen zum Beispiel in Wohnungseigentümergemeinschaften oft zu kontroversen Diskussionen. „Wir haben deshalb unsere Energiezentralen und die acht Nahwärme-Netze in Langenhagen so konzipiert, dass wir sie Schritt für Schritt erweitern und neue Kunden anschließen können“, erklärt Dr. Manfred Schüle, Geschäftsführer der Energie-Projektgesellschaft Langenhagen mbH (EPL).

Bereits 2016 bei den ersten Modernisierungen der Energiezentrale in der Leibniz-IGS – damals noch Robert-Koch-Realschule – war geplant, im Umfeld der Schule mit dieser Strategie ein neues Nahwärme-Netz entstehen zu lassen. „Wir können durch dieses Vorgehen unseren Kunden einerseits eine preislich attraktive Wärmeversorgung bieten. Andererseits ermöglicht es den Gebäudebesitzern je nach Zustand ihrer bisherigen Wärmeerzeugungsanlagen auf die klimaschonende Nahwärme umzusteigen“, erläutert der EPL-Chef.

Aktuell steige das Interesse an der Nahwärme-Versorgung in Langenhagen. Aus Sicht von Schüle hat das drei Gründe: „Erstens legen immer mehr Immobilienbesitzer Wert auf Klimaschutz. Zweitens steigt die Unsicherheit, wie es mit den Klimaschutz-Vorgaben bei Gebäuden weitergeht – der einfache Austausch des Heizkessels wird somit zum Wagnis. Und drittens gibt es durch die bevorstehende Umstellung von L- auf H-Gas in Langenhagen bei älteren Erdgaskessel in bestimmten Fällen Erneuerungsbedarf.“

Jörg Brandt, Sprecher des Beirats der Wohnungseigentümergemeinschaft, ergänzt aus Sicht der Eigner: „Wir wollten langfristige Sicherheit bei Betrieb und Unterhalt; wir wollten überschaubare Investitionskosten bei der anstehenden Erneuerung unserer Heizung.“ Ein weiterer Aspekt war der Wegfall der Feuerstelle im Haus – dadurch wird der Schornstein nicht mehr benötigt und es fallen zukünftig auch keine Kosten für den Schornsteinfeger an. „Vor dem Hintergrund der Klimaschutzdebatte ist für viele Eigentümer die bessere Energiebilanz des Gebäudes sowie die deutlichen CO2-Einsparungen ein wesentlicher Grund für die Entscheidung für die Nahwärme von EPL gewesen“, so der Beiratssprecher. „Hierdurch werden auch Kosten durch die dieses Jahr in Deutschland eingeführte und in Zukunft steigende CO2-Abgabe reduziert.“ Nicht zuletzt der reibungslose Ablauf der Umstellung bestätige aus Sicht der Beiratsmitglieder, dass die Entscheidung für den Nahwärmeanschluss richtig ist.

Leistung der Energiezentrale in der LIGS erhöht

Um weitere Kunden aus der Energiezentrale in der Leibniz-IGS sicher mit Wärme versorgen zu können, hat EPL die Anlage nochmals erweitert. Jetzt arbeitet im Keller der Schule ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit zwei Modulen. Sie haben insgesamt eine Wärmeleistung von 200 Kilowatt (kW) und eine elektrische Leistung von 100 kW. Pufferspeicher und der neue Spitzenlastkessel mit einer Wärmeleistung von einem Megawatt stellen auch bei hohem Wärmebedarf die notwendige Heizenergie zur Verfügung. Eine hocheffiziente Brennstoffzelle sorgt außerdem klimaschonend für den notwendigen Betriebsstrom der Energiezentrale.

Effizienter Klimaschutz zum Nachrüsten

„Gerade bei Bestandsgebäuden ermöglicht die klimaschonende Nahwärme-Versorgung mit unseren effizienten Blockheizkraftwerken und durch den Einsatz von regenerativem Biomethan hohe CO2-Einsparungen“, betont EPL-Geschäftsführer Schüle. Daher habe EPL seit einigen Jahren auf Bestandsgebäude einen besonderen Fokus. Hier ließen sich viel schneller Erfolge beim Klimaschutz erzielen, als wenn jeder Immobilienbesitzer eine individuelle technische Lösung realisieren müsste. Eine besondere Stärke von EPL sei dabei die sehr kundenindividuelle Planung und Umsetzung – so sind die Übergabestationen und Wärmespeicher genau in die bereits vorhandenen Heizungsräume einzupassen.“

EPL setzt bei der Wärmeversorgung und Stromproduktion konsequent auf erneuerbare Energieträger. Daher ist der Anteil an regenerativer Energie bei EPL deutlich höher als im Bundesdurchschnitt. Während in Deutschland im vergangenen Jahr die erneuerbaren Energien zu 15 Prozent zur Wärmeversorgung beitrugen, liegt dieser Wert bei EPL durch den Einsatz regenerativen Biomethans bei knapp 40 Prozent. Dies führe dazu, dass die Nahwärmeversorgung durch EPL in den nun acht Nahwärme-Netzgebieten die wirkungsvollste Klimaschutzmaßnahme in Langenhagen ist.