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Fernwärmeleitungen unter der Walsroder Straße werden per Spülbohrung verlegt.

Langenhagen | 20.11.2023

Der Gebäudekomplex an der Walsroder Straße in Langenhagen, der auch das Wirtshaus Paulaner und Ranzenmaxx beherbergt, soll an das Wärmenetz der EPL angeschlossen werden. „Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die wir zu lösen haben“, so EPL-Geschäftsführer Dr. Manfred Schüle.

Der Grund ist, dass die dafür erforderliche Querung der Walsroder Straße in der sogenannten „offenen“ Bauweise, also durch Herstellen eine Grabens quer über die Walsroder Straße zur Verlegung der Fernwärme-Leitungen, nicht möglich ist. Das liegt daran, dass die Straße in diesem Abschnitt vor kurzem erst saniert wurde und eine „Beschädigung“ der Straßendecke im Zusammenhang mit Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Wärmeleitungen vermieden werden soll. Deshalb wird EPL eine sogenannte „grabenlose“ Querung der Walsroder Str. durch eine Spülbohrung durchführen, die allerdings in Planung und Ausführung deutlich aufwändiger ist. Für die Durchführung hat EPL die Planung bereits abgeschlossen und ein Tiefbauunternehmen gefunden.

Die Arbeiten werden im Idealfall (wenn Maschinen und Personal zur Verfügung stehen) noch im Dezember durchgeführt, andernfalls im Januar. „Insofern werden wir unseren Vertrag zur Wärmeversorgung der Liegenschaft auf jeden Fall erfüllen und den Anschluss herstellen. Wir bedauern sehr, dass sich das Projekt als so aufwändig herausstellt und die Anschlussarbeiten sich so lange hinziehen“, erläutert Schüle, „Wir sind guter Dinge, dass wir in den nächsten Wochen die Wärmelieferung aus unserem Wärmenetz an unseren Vertragspartner und zukünftigen Kunden aufnehmen können.“

Da die bisherige Heizungsanlage der Liegenschaft defekt ist wurde eine vorübergehende Ersatzheizung bereitgestellt.

Hintergrund:

Bei einer Spülbohrung, oder Horizontalspühlbohrung, wird ein (abgewinkelter) Bohrkopf durch einen Schacht dorthin befördert, wo der Kanal gebohrt werden soll. Das Verfahren ist umweltschonend, die Staub- und Lärmbelästigung ist gering.  Die Vorbereitung ist insofern etwas aufwändiger, als dass die genaue Größe und die Lage des Bohrkopfes vorher abgeschätzt und ausgemessen werden muss. Außerdem hängt die Auswahl des Bohrkopfes von der Bodenbeschaffenheit ab.Grundsätzlich funktioniert die Bohrung dann meist mithilfe von Wasserdruck, der aus dem abgewinkelten "Pilotbohrkopf" in rotierender/zirkulierender Weise den Graben aushöhlt und das Bohrgut gleichzeitig abtransportiert. Diese Art der Horizontalbohrung kann über mehrere 100 Meter ohne zusätzlichen Schacht durchgeführt werden.